Berufliche Integration gelingt besser, wenn sich Arbeitsmarktakteure vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir als IQ Landesnetzwerk mit Partnern vor Ort zusammen. Vor Ort - das heißt in den Regionen, in den Kommunen. Wir unterstützen unsere Partner in Mainz, Rheinhessen, in Koblenz, Ludwigshafen, in der Südpfalz, im Landkreis Mayen-Koblenz, in Trier oder Zweibrücken bei der Umsetzung konkreter Aktivitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Migrantinnen und Migranten.

Aktuelles 

Mehr und mehr der in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflüchteten Personen nehmen eine Ausbildung oder Arbeit auf. Manche von ihnen finden häufig erst einmal eine Helfertätigkeit im Niedriglohnbereich. Ganz gleich, wo sie arbeiten, wichtig ist, dass sie eine Anlaufstelle haben, wenn sie Hilfe oder Beratung hinsichtlich ihrer Arbeitnehmerrechte brauchen, um sich vor Benachteiligung und Ausbeutung zu schützen. Genau hierzu dient das neue kostenlose arbeitsrechtliche Beratungsangebot für Geflüchtete, das das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz mit seinem Projekt „Faire Integration Mainz“ ab sofort anbietet. Träger des Projektes ist der Europäische Verein für Wanderarbeiterfragen (EVW). Ansprechpartnerin für Ratsuchende ist Denise-Honsberg-Schreiber (EVW). Nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern im ganzen Land werden sukzessive diese arbeitsrechtlichen Beratungsstellen "Faire Integration" im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ aufgebaut. Infos & Kontakt: Faire Integration Mainz weitere Infos in der Pressemeldung

Im Rahmen seiner Hochschulreise zum Thema „Internationalisierung“ hat der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf an der Hochschule Kaiserslautern auch ein Bild von der Ingenieurwissenschaftlichen abschlussorientierten Qualifizierung (IAQ) des Aus- und Weiterbildungsnetzwerkes pro-mst im Rahmen des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)" gemacht und die Teilnehmer Abd Alrhman Alkurdi und Asam Alabdalah kennengelernt. Er zeigte sich beeindruckt von dem hohen Engagement der beiden Syrer, sich in Deutschland als Fachkräfte zu beweisen.Alkurdi Wolf Alabdalah IAQ

Minister Wolf (Bildmitte) traf Teilnehmer der IQ Qualifizierung an der Hochschule Kaiserslautern. (Foto Hochschule Kaiserslautern) 

Große Wiedersehensfreude am 30. Januar 2018 im CJD Ludwigshafen:  Die Teilnehmer der IQ Qualifizierung für pädagogische und akademische Berufe in den Tätigkeitsfeldern „Beraten, Betreuen, Begleiten“ trafen sich zu einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung. 31 von ihnen hatten 2017 an der modular aufgebauten Qualifizierung teilgenommen. Viele von ihnen sind zwischenzeitlich ihrem Ziel, ausbildungsadäquat zu arbeiten sehr nah gekommen.

2018 Abschlussveranstaltung CJD Lu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Große Wiedersehensfreude bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 2017er IQ Qualifizierung für pädagogische und akademische Berufe in den Tätigkeitsfeldern „Beraten, Betreuen, Begleiten“
(Foto: CJD Ludwigshafen)

 

Ganz gleich ob Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung und Identität, ethnische Herkunft oder Nationalität, Behinderung oder Religion und Weltanschauung: Diversity erleben wir auf vielfältige Art und Weise. Am 5. Juni 2018 ruft die Charta der Vielfalt Unternehmen und Institutionen bundesweit dazu auf, ganz individuell ihr Engagement für Vielfalt zu zeigen. Ob interne Veranstaltung oder öffentliche Mitmachaktion: Der Deutsche Diversity-Tag (DDT) bietet die Gelegenheit, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren und öffentlich Flagge zu zeigen – für Vielfalt! Mehr Infos: DDT 

Busfahrerinnen und Busfahrer werden händeringend gesucht. Insbesondere in Ballungszentren ist der Bedarf groß und wird nach Auskunft von Daniel Gahr, dem Vorstandsvorsitzenden der Mainzer Stadtwerke weiter steigen. Daher hat man schon vor Jahren Maßnahmen eingeleitet, um dem Fachkräftebedarf zu begegnen. Eines der Leuchtturmprojekte ist die Qualifizierung von Busfahrern, die in Zusammenarbeit mit dem IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz seit zwei Jahren erfolgreich läuft. Jetzt nutzten die Verantwortlichen der Stadtwerke, des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz mit dem Träger ARBEIT&LEBEN die Gelegenheit, um im Beisein der Qualifizierungsteilnehmer ein positives Zwischenfazit zu ziehen.


Busfahrerqualiifzierung in Mainz

Die Mainzer Stadtwerke freuen sich auf qualifizierte Verstärkung durch Geflüchtete.
(Foto: Mainzer Stadwerke AG) 

Der Leitfaden § 17a AufenthGaltsgesetz gibt beteiligten Akteuren in handlicher Form einen Überblick über die Zuständigkeiten und Schnittstellen im Verfahren nach § 17a AufenthG.
Er wurde in Kooperation der Fachstellen „Beratung und Qualifizierung“ und „Einwanderung“ sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt. Der Leitfaden sowie weitere Hinweise bezüglich Aktualisierungen sind über die Webseite der Fachstelle „Beratung und  Qualifizierung“ unter folgendem Link aufrufbar: http://www.netzwerk-iq.de/index.php?id=980.

2014 flüchtete der gebürtige Iraner Amir Hossein Welk aus seiner Heimat nach Deutschland. Im November 2015 erhielt der Ingenieur die Anerkennung seines Studiums. Um seine Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu erhöhen, nahm er 2016 an der Ingenieurqualifizierung, die von der Akademie der Ingenieure, einem Teilprojekt im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, durchgeführt wurde, teil. Während der Abschlussveranstaltung lernte er seinen künftigen Arbeitgeber, ein Mannheimer Ingenieurbüro, kennen. Im Februar 2017 konnte er dort als Ingenieur anfangen. Amir Hossein Welks Weg ist beispielhaft für andere Menschen mit Migrationshintergrund, die ebenfalls ausbildungsadäquat in Deutschland arbeiten wollen. Im Oktober 2017 wurde der 36-Jährige dann auch porträtiert vom Portal Anerkennung in Deutschland. Hier geht's zum Porträt

2017 fiel der Startschuss für das neue Qualifizierungsprojekt im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, das ausländischen Apothekerinnen und Apothekern half, innerhalb eines Jahres sprachlich und fachlich fit zu werden, um sowohl die Fachsprachprüfung als auch die Kenntnisprüfung zu bestehen. Dies gilt als Voraussetzung, um in Deutschland als approbierte Apotheker arbeiten zu können. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter aus Syrien, Armenien und Albanien, beendeten im Dezember die Qualifizierung, die aus einem wöchentlich stattfindenden Sprachkurs, blockweisen Fachseminaren und einer regelmäßigen praktischen Tätigkeit in der Apotheke bestand.

Abschlussfoto Apotheker für die Zukunft 2017 lr

Viel gelernt und Spaß gehabt: Beim Abschlusstreffen im Dezember wurde gefeiert. (Foto: MIP consulting)

 

Anlässlich des "Internationalen Tag der Migranten" am 18. Dezember 2017 startet das Förderprgramm IQ dieIQ-Kampagne #neunmalklugMigration | neun Fragen - neun Antworten. Ab Freitag, den 8. Dezember stellen wir täglich eine Frage aus dem Bereich Migration und Vielfalt online, auf die das Förderprogramm IQ antwortet. Pünktlich zum 18. Dezember sind alle neun Fragen/Antworten hier zu finden. 

„Zumutungen der Migrationsgesellschaft – Chancen für Demokratie“: Dazu sprachen in Mainz die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel und der Münsteraner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani. Spiegels Appell: „Unser Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe für geflüchtete Menschen an allen Lebensbereichen. Sie müssen in Entwicklungen und Entscheidungen, die sie betreffen, einbezogen werden. Dies wird nicht von heute auf morgen geschehen. Integration ist ein Prozess, der uns lange beschäftigen wird.“ Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani stellte fest: „Nicht Einwanderung ist das Problem, sondern die Integration, denn sie führt zu Konflikten, weil Privilegien neu ausgehandelt werden.“ Doch Konflikte seien in Einwanderungsgesellschaften wichtig, weil sie zeigten, dass vorher schon viel Positives passiert ist und weil sie zum Wandel und der dynamischen Entwicklung einer Gesellschaft beitragen. Zur Veranstaltung eingeladen hatten die drei Projekte IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, IQ Fachstelle Migrantenökonomie, Inprocedere – Bleiberecht durch Arbeit 2.0., die alle vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) koordiniert werden. Zusammenfassung der Veranstaltung

Chancen fDemokratie 6033Chancen fDemokratie 5910Chancen fDemokratie 5973

Fotos: Design für Gründer

 

Am 16.11.17 unterzeichneten Dr. Ralf Sänger vom IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, und Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), eine Kooperationsvereinbarung. Die Vereinbarung dient dazu, das Verfahren zur Anerkennung in nicht-akademischen Gesundheitsfachberufen von ausländischen Menschen zu beschleunigen.20171116 Placzek Sänger

Kooperieren (vlnr): Dr. Ralf Sänger, IQ, Detlef Placzek, LSJV (Foto: ism)